Mein Weg zur Spiritualität

Vor 13 Jahren widmete ich mich der Spiritualität. Ich war immer schon ein Mädchen, was anders war, als die anderen Mädchen in meinem Alter. Man kann sagen, ich war eine Einzelgängerin, Träumerin und viele sagten zu mir, ich leide an Realitätsverlust. Ich war überzeugt von dem was ich tat, auch wenn es mich nie weiter gebracht hat. Ich hatte auch einen feinen Spürsinn, nur wollte der noch entdeckt werden. Ich hatte wie jedes andere Mädchen in meinem Alter sehr viele Poster an der Wand, besonders mochte ich Michael Jackson und die Kelly Family. Ich hatte immer das Gefühl beobachtet zu werden von den Postern, dass sie mich anlächeln und so habe ich mir auch meine eigene Welt geschaffen. Ich fand immer schon unsere Welt die reale Welt zum kotzen. Ignoranten weit und breit und einfach nur die Gesellschaft an sich, wieviel Müll aus deren Mund kam. Eigentlich fing es bei mir schon sehr früh an, dass ich Dinge sehen konnte, die der rational denkende Mensch nicht sehen konnte. Als ich damals mit 10 Jahren das erste mal im Krankenhaus lag wegen meiner Schuppenflechte, hab ich eines Nachts einen Kopf am Fenster gesehen. Es waren Umrisse und ich bin total erschrocken. Klar könnte man jetzt denken und sagen, ich habe nur geträumt, aber ich war hellwach. Vielleicht etwas verschlafen aber wach. Am nächsten Morgen, habe ich es jemanden erzählt und wurde ausgelacht. So viel Fantasie hat man mir an den Kopf geworfen und so verwarf ich wieder die Idee wieder, dass es vielleicht doch echt war und es mir nur eingebildet habe. Was wusste ich denn schon? Ich war 10, ein kleines Mädchen, was eh von allen nicht ernst genommen wurde. In der Schule nur gemoppt und in anderen Aufenthalten wie das Krankenhaus auch nur ausgelacht. Die Jahre vergingen und ich verzog mich immer mehr in meiner Welt, meinen Träumen, denn sie waren das einzige, wo ich sein konnte, wie ich war. Ich wurde akzeptiert, sogar geliebt. Als ich dann 15 oder 16 war, habe ich zum ersten mal einen erschreckenden Traum gehabt, ich habe vorher auch schon geträumt, nur kann ich mich daran nicht mehr erinnern. Aber dieser Traum, sollte alles verändern. Es war ein Traum über meinen geliebten Opa. Ich habe geträumt, dass er einen bösen Husten bekommt, der nicht weg ging, er wollte zu erst aber auch nicht zum Arzt und als er dann doch ging, wurde fest gestellt, dass er Lungenkrebs hat. Er musste ins Krankenhaus, hat Chemo bekommen und nichts hat geholfen. Nach einem Jahr starb er dann. Das war mein Traum. Leider war es nicht nur ein Traum. Genau ein Jahr später oder auch schon eher, ich weiß es nicht mehr so genau, wurde dieser Traum war, genauso wie ich es geträumt habe. Ich habe mich schrecklich gefühlt, schuldig, weil ich niemanden was gesagt habe. Aber ich durfte und konnte nicht. Sie hätten mich wieder ausgelacht und mir nicht geglaubt. Als er starb, war für mich eine Welt zusammen gebrochen, denn ich hatte ihn über alles geliebt. Er war ein toller Mann, der jeden gleich behandelt hatte. Er war es auch, der unsere Familie zusammen gehalten hat. Als er dann starb, ist auch unsere Familie zerbrochen. Keiner wollte mehr mit dem anderen was zu tun haben. Und ich? Tja ich bin mit 18 dann das erste mal von zu Hause ausgezogen zu einem Mann, den ich eigentlich kaum kannte. Es hielt nur 8 Monate und dann bin ich wieder zurück zu meinen Eltern. Ein halbes Jahr später, mittlerweile war ich 19, bin ich dann zum 2ten mal von zu Hause weg, diesmal nach Éckernförde und diesmal in eine eigene Wohnung und wegen Arbeit, aber wie das Schicksal so spielte, wurde ich nach 6 Monaten wieder entlassen. Ich habe die Welt nicht mehr verstanden. Ich habe wieder versagt und diesmal hab ich nie wieder eine Arbeit gefunden. Also entschied ich mich für einen anderen Weg. Ich habe angefangen Drogen zu nehmen. Ich fing an mit Kiffen, dann mit Chemie und habe dies über 3 Jahre genommen. Bis sich dann mein Leben schlagartig ändern sollte. Ich wurde dann schwanger und mein Sohn hat mir sozusagen, dass Leben gerettet. Ich habe dann eine Therapie begonnen, bin zwar nach der Schwangerschaft nochmal rückfällig geworden, aber habe den Absprung geschafft. Mein Weg warn nicht einfach, aber ich habe mich durch gekämpft. Heute bin ich 29 habe den weg zur Spiritualität wieder gefunden und habe mittlerweile 2 Kinder und ein 3. ist unterwegs. Heute ist mir egal, was andere über mich denken, auch wenn ich ein Leben führe, was andere nicht verstehen. Ich habe nur hinter die Fassade geschaut und weiß, dass alles im Leben, was uns geschieht einen Sinn hat, mag er auch erstmal im verborgenen liegen....

13.4.14 13:19

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